Vermächtnisse der Industrialisierung! Einige Stimmen aus dem Alltag, die bewusst anonym gesetzt wurden. So sehen und erleben es Mitarbeiter.
Und … die Hoffnung auf die Veränderung ist zu hören, zu spüren. Die Zeit ist reif dafür.

1. Arbeitszeitmodell ohne Stempeln:
eingeführt, um eine Fremd- und Selbstausbeutung möglich zu machen und viele Leute dazu zu bringen, mehr als 9,10 Stunden täglich zu arbeiten und unbezahlte Überstunden zu machen!
Wer kennt einen Handwerker, der unbezahlte Überstunden macht oder einen Metzger, der seine eigene Wurst verschenkt?

2. Mitarbeiterführung …
… existiert nicht, denn erwachsene intelligente Leute müssen nicht geführt werden.
Sie sollten lediglich motiviert werden. Doch statt motiviert zu werden, werden die Mitarbeiter durch Druck „geführt“. Noch ist das anscheinend möglich!

3. BGM als gemeinsamer Nutzen für die Zukunft:
(Zukunft) Gesundheitsprogramme sind zur Prävention sicherlich gut. Aber vor allem sollte an den Ursachen gearbeitet werden. Vorgesetzte und Personalabteilungen müssen aktiv werden. Das Potential der Mitarbeiter erkannt werden in regelmäßigen Gesprächen. Ideen sollten belohnt werden. Visionen nicht belächelt, sondern erst einmal aufgenommen werden. Aktives Miteinander macht eine Firma lebendig. Jeder bekommt wieder Lust an etwas mitzuarbeiten, bei dem am Ende etwas Neues entsteht ein Erfolg zu verbuchen ist, der dann auch honoriert werden sollte.
(Gegenwart?) Die Realität sieht jedoch leider anders aus. Ideen von Mitarbeitern verschwinden im Äther. Es gibt kein Feedback. Das meiste wird ausgesessen, bis es sich »hoffentlich« erledigt hat. Vorgesetzte arbeiten ausschließlich an ihrem Profil. D.h. nach oben muss immer alles so aussehen als wäre alles in Ordnung. Organigramme werden gefälscht oder so geschickt »verpackt«, dass Arbeitspensum und Aufgabenverteilungen nicht wirklich erkennbar sind. So werden bestimmte Ebenen ständig gefördert, die unteren fleißigen Arbeitsameisen bleiben jedoch auf der Strecke. Innere Kündigungen sind die Folge. Ja, so sieht die Realität im Moment aus.
(Hoffnung!) Hoffentlich wird das BGM dafür benutzt, wirklich etwas zukunftsweisendes zu bewegen. Wertschätzung der Mitarbeiter, Honorierung von Ideen, Einbindung der Mitarbeiter in neue Projekte statt Entmündigung etc. Die Liste lässt sich unendlich verlängern. Und dann kann sich die Firma wirklich profilieren. Nämlich mit einem tollen Arbeitsklima, einer wirklich gelebten Unternehmenskultur (keine Hierarchien) und Spaß an der Arbeit.