In Familienbetrieben wird es oft noch gelebt:

  • Unterstützung bei Stress und Leistungsdruck
  • Auszeiten bei Krankheit im familiären Umfeld
  • Direkte Ansprache bei sozialen Konflikten und Sorgen
  • Wiedereingliederung nach langer Krankheit
  • Anteilnahme bei Schicksalsschlägen

Diese sogenannten weichen Faktoren sind enorm wichtig und wurden früher besser gelebt aufgrund der Unternehmensstrukturen.
Das Bewusstsein, dass Führungskräfte eine gewisse Fürsorgepflicht für ihre Mitarbeiter haben ist leider untergegangen. Oder die Sensibilität ist noch nicht dafür geschaffen worden.

Das lässt hoffen auf die neue Unternehmenskultur!

Heutzutage sind Männer ja auch viel mehr in der Familienpolitik aktiv als noch vor 20,30 Jahren.
Da war die  Erziehung der Kinder Frauensache. Probleme in der Schule, Stärken und Schwächen wurden mittags beim Essen geklärt – abends wenn das Oberhaupt nach Hause kam war meist „Ruhe“ eingekehrt. Die Bedürfnisse und Wünsche kannten meistens nur die Mütter oder Großeltern …

Die Vaterrolle war oft auf Druck, Schimpf und Nachhilfelehrer reduziert.
Väter erhielten kein Feedback von ihren Kindern (erst 5-10 Jahre später vielleicht, in der Pubertät).

Mit dieser Sichtweise ist es nicht schwer zu verstehen, wie die heutigen Unternehmen oft noch von den alten Verhaltensmustern belegt sind.

Es gibt sie, die Chance auf Veränderung, und: sie ist auch notwendig.
Das Gute der alten Traditionen soll erhalten bleiben, eine neue Sensibilität angelegt werden.
Mit der neuen Unternehmenskultur werden die Weichen gestellt.