Ich denke, wenn ich das Wort `Mitarbeiterbefragung´ an dieser Stelle einwerfe, werden einige von Ihnen innerlich stöhnen und sich denken: „Bitte nicht schon wieder …“ oder „Das kenne ich schon.“
Sicherlich haben Sie schon einige Fragebögen abgenickt und in Umlauf gebracht.
Allerdings dachte ich nicht an diese Art einer Umfrage.
Die von mir vorgeschlagene Idee der Mitarbeiterbefragung sollte etwas ganz Besonderes sein.
Zugegeben, sie erfordert auch Mut, persönliche Stärke und ein genaues Zuhören.
Sie beinhaltet Ihr ganz persönliches Herzblut und Ihren authentischen Einsatz.
Sicherlich haben Sie kaum Zeit für `solche Spielchen` und doch stelle ich Ihnen genau an dieser Stelle folgende Frage:„Was würden Sie persönlich investieren, um eine aktuelle Analyse, fachlich und emotional, Ihres Unternehmens zu erhalten?
Genau deshalb braucht es den Kopf des Unternehmens.
Nehmen Sie sich Zeit für eine persönliche Befragung Ihrer Mitarbeiter, mit einer offenen, neugierigen, achtsamen Haltung.
Folgende Fragen wären geeignet:
- Warum arbeiten Sie in unserem Unternehmen?
- Was empfinden Sie persönlich als positiv/verbesserungsfähig?
- Wissen Sie, worum es hier in diesem Unternehmen geht? (Sinnfrage?)
- Kennen Sie sinngemäß die Leitsätze/die Wurzeln des Unternehmens?
- Fühlen Sie sich unterfordert/überfordert? Wertgeschätzt/unterstützt?
Je gelassener und entspannter Sie Ihre Fragen stellen, desto ehrlicher wird Sie die Antwort erreichen.
Laut Stressreport 2012 ist die Unterstützung durch Vorgesetzte in Deutschland schlechter als in der EU und ungenutztes Potential liegt brach!
Stellen Sie sich einmal kurz die Anerkennung vor, die Sie dadurch Ihren Mitarbeitern zukommen lassen.
Ich ziehe hier einmal den Vergleich aus dem Krankenhaus bei der Visite, wenn der Professor persönlich die Krankenakte liest und ein paar Worte direkt zum Patienten spricht.
Davon zerrt dieser auch noch lange …
Ihr Patricia Stähler-Plano
(erschienen im IHK Magazin Wetterau 05/2013)