„Schau´ niemals nach hinten, sondern immer nur schön nach vorne!“
Wie oft habe (zumindest) ich das in der Kindheit, im Jugendalter und auch noch in der Erwachsenenzeit gehört.

„Nach hinten schauen lässt dich eher erstarren, als dass es dir etwas bringt…“
Auch das hörte ich oft und schon war in mir ein klammes, ängstliches Gefühl, dazu
baute sich ein gehöriger Druck in meinem Inneren auf und das Leistungs-Hamsterrad drehte sich erneut –
und oft noch schneller(!) als vorher.
Im Unterbewusstsein war eine Samen gelegt, der in mir keimte: „Was du bisher gemacht hast, ist nicht gut gewesen,
schau´ lieber nicht zurück, sondern nach vorne und mach´ es jetzt endlich richtig und zwar schnell.“

Sicherlich war es ein gut gemeinter Rat von der älteren Generation.
Ein aus sich und der eigenen Erfahrung der NACHKRIEGSZEIT geborener Wunsch, nicht in die schrecklichen Bilder des Krieges mehr zu schauen und das Geschehene nun zu vergessen.
Nach vorne in die bessere Zukunft zu schauen hieß dabei auf zu bauen auf den Trümmern der Vergangenheit
und zu vergessen. Denn vergessen war damals gut, so hieß es.

Nehmen wir Krieg und Schrecken einmal aus den eigenen Gedanken heraus, ist es dann nicht manchmal hilfreich nach hinten zu schauen und DANKBAR zu sein für die Erfahrungen der letzten Jahre?
Eine Reflexion über die vergangenen Projekte und den eigenen Lebensweg ist sinnvoll, ENTSCHLEUNIGT
und läßt einen spüren, dass alles so gut ist wie es ist.

Man kann das Leben nur rückwärts verstehen, aber leben muss man es vorwärts“ (Zitat von Sören Kierkegaard)

Der Bogenschütze MUSS nach hinten gespannt werden, wenn man mit dem Pfeil ein Ziel anvisiert.
Dabei RUHIG UND TIEF atmen, sich auf das Wesentliche konzentrieren und LOS LASSEN!

Ihre Patricia Stähler-Plano